Das CanioSacral-System

Die Bezeichnung für dieses System ergibt sich aus den beiden Wörtern:

Cranium = knöcherner Schädel
Sacrum = zum Kreuzbein gehörend

 

Der CranioSacrale Rhythmus
Es ist die Dura mater, an der ein eigener, ein unaufhaltsamer Rhythmus zu beobachten ist, dessen störungsfreier Ablauf erforderlich ist, damit das gesamte Regelwerk Mensch so funktioniert, wie das von der Natur vorgesehen ist. Zu erfühlen ist dieser Rhythmus besonders an den Schädelknochen und am Kreuzbein.
Die Bewegungen laufen mit etwa 6 - 12 Zyklen pro Minute ab.
Die Dura mater umgibt das Rückenmark und das Gehirn.

 

Das Innere des Wirbelsäulenkanals und des Schädels ist von dem Membransystem ausgekleidet, das aus 3 Schichten (den 3 Hirn- und Rückenmarkshäuten) besteht: der Dura mater, der Arachnoidea und der Pia mater.


Dura mater: diese äußere Schicht ist zäh und wasserdicht. Sie umschließt das Rückenmark und das Gehirn vollständig, wie ein Futteral und hat auch die Aufgabe, vor Flüssigkeitsverlust zu bewahren. Sie ist an den Schädelknochen und allen Öffnungen des Schädels befestigt, sowie an den Wirbeln der oberen Halsregion, wie auch am Kreuzbein des unteren Rückens. Befestigungen gibt es ebenfalls an allen Öffnungen der Wirbelsäule, die den Durchgang der kleinen und größeren Nerven ermöglichen.


Arachnoidea: hierbei handelt es sich um ein System, das den Abfluss der Flüssigkeit regelt und mit der Dura mater und der Pia mater verbunden ist.


Pia mater: ist ein elastisches Netzgewebe, das dem weichen Rückenmark Halt gibt


Der Liquor: Zwischen diesen 3 Schichten fließt die Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit (Liquor), die als Gleitmittel dient, Nährstoffe mit sich führt und ein halbgeschlossenes hydraulisches System darstellt. Dadurch kann es druckregulierend wirken.

 

Aus dem Wirken dieses Systems ergeben sich die rhythmischen Bewegungen der Dura mater.

 

Das Liquormodell repräsentiert einen Zu- und Abflussmechanismus und hat die Fähigkeit sich selbst im Gleichgewicht zu halten. Der Liquor wird in den Gehirnkammern produziert, dadurch weiten sich Dura mater und Schädelknochen rhythmisch. Der Rückfluss über das venöse System im Kopf bewirkt das Zusammenziehen der Dura mater sowie der Schädelknochen und ist bis zum Kreuzbein spürbar.

 

Der daraus resultierende CranioSacrale Rhythmus wird auf alle Systeme des gesamten Körpers übertragen und ist von Therapeuten deutlich spürbar.

 

Der Rhythmus ist als eine sanfte Schaukelbewegung um eine Querachse wahrzunehmen. Er ist dem Menschen angeboren und wie alle anderen automatischen Körperbewegungen lebenswichtig:
Die Weite und die Anzahl seiner Ausschläge (Amplituden) sowie seiner Symmetrie, geben Auskunft über die aktuellen Vitalkräfte des Körpers.

  • wenig Ausschläge pro Minute = schwache Lebensenergie
  • viel Ausschläge pro Minute = starke Lebensenergie

Durch die Befestigungen des Membransystems kommt es zu Zugkräften, die auch außerhalb der Dura mater wirken. Sie ermöglichen einen übergreifenden Einfluss auf das Bindegewebe und erreichen über die Faszien sämtliche Körpersysteme.

 

Daraus erklärt sich die gegenseitige Abhängigkeit aller Bewegungsabläufe.